Blutegeltherapie

der Blutegel - Hirudo medicinalis
der Blutegel - Hirudo medicinalis

Blutegel, kleine Tiere große Wirkung!

...und vielseitig einsetzbar.

 

Der Blutegel, Hirudo medicinalis, ist ein apothekenpflichtiges aber rezeptfreies Arzneimittel. Er zählt zu den Fertigarzneimitteln.

In seinem Speichel befinden sich 200 verschiede Substanzen, unter anderem Blutverdünner und Entzündungshemmer. Die Zusammensetzung des Speichel wird immer noch erforscht um die Substanzen industriell herstellen zu können. Doch bisher ohne den großen Durchbruch.

 

Blutegel sind Symbionten, es ist ein geben und nehmen mit ihrem Wirt. Du gibst mir dein Blut und ich nehme dir deine Schmerzen. 

Sie sind ausgesprochen breit einsetzbar und aus der Schmerztherapie nicht mehr weg zu denken. Ebenso finden sie in der Wundheilung und Transplantationsmedizin ihre Anwendung.

 

Es lassen sich Arthrosen ebenso behandeln wie Hämatome oder entzündliche Prozesse, wie zum Beispiel Hufrehe. Blutegel können auch allergische Reaktionen eindämmen wie das Sommerekzem, auch schlecht heilende Wunden oder Narben können durch Blutegel therapiert werden.

 

 

 

 

Die Behandlung:

Je nach Art der Erkrankung wird entschieden wie viele und welche Größe der Egel zum Einsatz kommen. Sollte es sich um eine sehr behaarte Stelle handeln werden ein paar Haare weg geschnitten. Mit einer sterilen Lanzette oder Kanüle wird die Haut des Patienten kurz duchstochen und ein Blutstropfen kommt zum Vorschein. An die Stelle wird der Egel angebracht und beisst sich mit seinen kleinen Zähnen in die Haut und saugt sich über ein Vakuum am Patienten fest und trinkt dessen Blut. 

 

Gleichzeitig gibt er seinen Speichel in den Patienten, dieser verteilt sich bis zu 10cm in das umliegende Gewebe und sorgt dort für eine deutlich verbesserte Durchblutung und Abtransport von Schlacken und Entzündungsfaktoren. Der Speichel wirkt auch antiseptisch und unterstützt so die Wundheilung. 

Nekrotisches Gewebe wird schneller abgestoßen und gesundes Gewebe kann schneller gebildet werden.

 

Ein Egel saugt zwischen 20 Minuten und 2 Stunden. Er sollte nicht mit Gewalt entfernt werden. Ist er satt läßt er sich fallen und die Nachblutung beginnt.

Die Nachblutung gehört zur gewünschten Reaktion und darf unter keinen Umständen verhindert werden. Sie kann bis zu 24 Stunden anhalten und sollte, wenn nötig, nur lose verbunden werden um die Wohnung zu schützen.

 

Am Pferd läßt man die Wunden einfach bluten. 

Die Krusten, die die Wunde später verschließen sollten auf keinen Fall entfernt werden, sondern selbstständig abheilen und abfallen. Auch benötigt die Wunde keine Desinfektion, man kann das Blut mit klarem Wasser abwaschen ansonsten läßt man die Bissstelle am Besten in Ruhe.

 

Je nach Erkrankung wird man eine sehr schnelle Verbesserung des Zustandes feststellen, machmal sogar schon unmittelbar nach der Behandlung. Ob der Patient geschont werden muss oder eine erneute Behandlung erfolgen muss wird im Einzelfall besprochen und entschieden.

 

 

 

Sandra Heinrichs

Ganzheitliche Therapeutin

für Pferde und Hunde 

 

mobil: 0163.2754996